5 Zutaten für einen erfolgreichen Online-Unterricht [Einladung]

5 Zutaten für einen erfolgreichen Online-Unterricht

Wie baue ich einen guten Online-Unterricht richtig auf – oder anders gesagt, wie kriege ich ihn gebacken? Es mag ein wenig zu umgangssprachlich klingen, doch ist die Analogie zum Backen an dieser Stelle nicht nur berechtigt, sondern auch perfekt passend. Réka Licht zeigt im Webinar, wie jeder Lehrer oder jede Lehrerin mit fünf einfachen Zutaten einen erfolgreichen Online-Unterricht gestalten kann. Schauen wir uns an, wie sie mit diesen Elementen wertvolle Unterrichtseinheiten aufbaut.

Die Basis

Ohne Basis wird nichts funktionieren – und der Online-Unterricht ist hierbei keine Ausnahme. Noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war der Präsenzunterricht die Hauptform, die in allen Schulen praktiziert wurde. Im Frühjahr 2020, als die Inzidenzzahlen und die Lockdowns das Leben unserer Gesellschaft verändert haben, mussten viele Lehrer sich auf einmal in die Welt der Online-Lehrveranstaltungen einarbeiten – egal, ob in den öffentlichen oder privaten Schulen oder an den Hochschulen. Für viele war das keine einfache Umstellung – sie fühlten sich wie im Cockpit eines Jumbo-Jets – so vergleicht es zumindest Réka Licht. Für jemanden, der sich zum ersten Mal hinter den Steuer eines Flugzeugs setzt, ist die Menge an Knöpfen, Hebeln, Uhren und Anzeigen auf den ersten Blick völlig unübersichtlich und unverständlich. Die Verzweiflung ist vorprogrammiert, wenn ein unerfahrener Mensch das Ganze bedienen sollte. Die Fähigkeiten und Kenntnisse kommen erst mit der Zeit und mit der richtigen Übung. Mittlerweile sieht das in den meisten Fällen deutlich besser aus – die meisten von uns haben die Bedienung der Online-Tools gelernt und wissen, was wo zu finden ist.

Was 2020 vielen gefehlt hat und was 2020 viele von uns schon haben, ist eben die Basis. Unter Basis versteht man in der Welt der Online-Veranstaltungen vor allem das Beherrschen der Plattform und der Tools. Die Online-Tools haben oft ein sehr großes Potenzial – es ist aber nicht besonders wertvoll, wenn die Benutzer dieses Potenzials kaum bewusst sind. Es soll ein Stück weit selbsterklärend sein, wo die erwünschten Funktionen (die „Knöpfe“) zu finden sind, wie die technischen Störungen zu beheben (oder zumindest zu melden) sind und wie man verschiedene Lerntechniken mithilfe der Plattform erfolgreich kombinieren kann. Wer sein Werkzeug gut beherrscht, kann aus einem Online-Unterricht ein Meisterwerk erschaffen!

Diese Kenntnisse kann man auf verschiedene Arten erlangen. Viele tun es nach dem Trial-and-Error-Prinzip – sie probieren alle Funktionen einfach aus, um ihre Wirkung live zu sehen. Eine effiziente Methode ist auch das Vorgehen nach den Tutorials, die bei vielen Anbietern von Online-Plattformen verfügbar sind – bei ClickMeeting natürlich auch.

Die Vorbereitung

Beim Kochen oder Backen geht es deutlich zügiger, wenn alle Zutaten und Utensilien sich auf dem Tisch befinden, bevor wir mit dem Kochen oder Backen anfangen. Die Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg – diese Wahrheit ist schon seit langem bekannt, was durch die Worte von Alexander Graham Bell bestätigt wird.

Die Vorbereitung eines Online-Unterrichts lässt sich in einige strukturierte Schritte aufteilen:

  • Überprüfung der Technik: ist der Internet-Anschluss fest und sicher? Funktioniert mein Headset richtig? Sehe ich in der Kamera gut aus? Liefert mein Mikrofon eine gute Tonqualität?
  • Kontrolle des Erscheinungsbildes: Unterstützt meine Umgebung den Lernerfolg? Habe ich ggf. digitale Hintergrundbilder bereit? Habe ich genug Licht im Raum?
  • Einrichtung des virtuellen Raumes: Sind die Materialien für alle Teilnehmer verfügbar? Sind die Breakout-Räume, falls erforderlich, eingerichtet?
  • Eigene Verfassung: Bin ich selbst auf den Unterricht positiv eingestellt? Will ich Spaß daran haben?

 

Die Struktur

Alles lässt sich deutlich verinnerlichen, wenn der Stoff eine gewisse Struktur aufweist. Dies hat Réka Licht am einfachen Beispiel des Zählens der Punkte deutlich gemacht – solange sie auf einem Blatt Papier oder einem Whiteboard chaotisch verteilt sind, lassen sie sich in wenigen Sekunden aufzählen. Sobald sie aber in strukturierte Blöcke geordnet werden, kann das Zählen sogar innerhalb einer Sekunde erfolgen und die Fehlerquote liegt so gut wie bei null.

Im Webinar wird eine folgende Struktur des Online-Unterrichts vorgeschlagen:

  • Ankommen
  • Wiederholen
  • Input
  • Einüben
  • Ausklang

Natürlich ist das nicht die einzig richtige Struktur, die für jeden Unterricht am besten funktionieren wird. Dabei sind aber nicht nur die einzelnen Elemente wichtig, sondern auch deren Reihenfolge. Dieses Skelett kann natürlich ausgebaut werden, wenn die Online-Lerneinheit komplexer ist.

Die Abwechslung

Es gibt nichts Schlimmeres als ein langweiliger Online-Unterricht, in dem ständig die gleichen Medien und Materialien eingesetzt werden. Die Konzentration sinkt in den Online-Veranstaltungen deutlich schneller als bei Präsenz-Events, deswegen ist die Vielfalt der verwendeten Methoden deutlich wichtiger als je zuvor. Ein typischer Vortrag, in dem eine Seite nur redet und die Teilnehmer nur zuhören, wird meistens zu einem Flop und die meisten Schüler werden bereits nach wenigen Minuten abschalten – egal, ob sie Kinder, Teenager oder Erwachsene sind.

Die technischen Möglichkeiten der modernen Online-Plattformen laden zur Anwendung verschiedener Tools und Medien ein. Es können z.B. digitale Lehrwerke (z.B. E-Books) mit YouTube-Videos kombiniert werden, und zum Schluss kann alles durch eine kreative Runde an einem Whiteboard abgeschlossen werden. Die Umfragen dürfen hier auch nicht vergessen werden – sie sind ein wunderbares Tool, um die Konzentration der Teilnehmer auf einem hohen Niveau zu halten.

Es ist ähnlich wie im Falle der Ernährung oder eines Dessert-Büffets – je mehr haben wir zur Auswahl, desto mehr Interesse zeigen wir und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Teilnehmer etwas für sich findet.

Bei der Planung eines abwechslungsreichen Programms soll die Dynamik des Unterrichts beachtet werden. Sie ist nämlich etwas anders bei einem Präsenzunterricht. Dadurch, dass die Konzentration deutlich schneller sinkt, muss sie auch häufiger „wiederbelebt“ werden – daher sind die kurzen Lernabschnitte von 4 bis 7 Minuten empfohlen. Und es auch sehr förderlich, wenn es nicht die ganze Zeit gesprochen wird – die Phasen der stillen Arbeit sind genauso wichtig wie der Input. Lassen wir die Teilnehmer den Stoff ein bisschen selbst bearbeiten – und wenn sie Fragen haben, sind wir immer da!

Die Flexibilität

Natürlich soll jede Unterrichtseinheit geplant werden – doch was passiert, wenn der Plan fehlschlägt? Was passiert, wenn die vorbereiteten Inhalte oder Methoden bei den Teilnehmern nicht wirklich ankommen? Theoretisch kann man die Lerneinheit trotzdem durchziehen, doch was hat das mit dem Lernerfolg zu tun?

Ein Plan ist immer gut, dies bedeutet aber nicht, dass wir immer strikt nach dem Plan vorgehen sollen. Die Teilnehmer sind Menschen, die eigene Vorstellungen eines Online-Events haben, und ihre Erwartungen lassen sich nicht immer vollständig „erraten“. Wenn wir also merken, dass das, was wir vorbereitet haben, nicht wirklich ankommt, müssen wir damit rechnen, dass wir flexibel agieren bzw. sogar improvisieren sollen.

Das ist das Hauptmerkmal einer gut vorbereiteten Online-Lerneinheit: wenn es nach dem Plan A nicht geht, gibt es entweder einen Plan B oder der Lehrer ist flexibel genug, um sich im Stehgreif etwas einfallen zu lassen. Dafür muss man lernen, die Reaktionen der anderen Seite richtig einzuschätzen und zu interpretieren – wenn der Vortragende selbst nicht merkt, dass die Teilnehmer bereit gelangweilt sind, kann er auch nichts dagegen unternehmen.

Das waren die fünf Zutaten, die Réka Licht als essenziell für den Aufbau eines erfolgreichen Online-Unterricht bezeichnet. Insbesondere die erste Zutat – die Basis – hängt zu einem großen Teil von den Fähigkeiten unserer Online-Plattform ab. Mit ClickMeeting sind wir aber an der sicheren Seite – die notwendigen Tools und Knöpfe sind einfach zu finden, intuitiv platziert und bezeichnet. Es ist wie ein guter Backofen, wenn wir einen Kuchen backen möchten – wenn er die Temperatur gut hält und gleichmäßig verteilt, sind die Chancen deutlich höher, dass der Kuchen gelingt. Ebenso wenn wir wissen, wie man ihn bedient. Mit guter Basis kriegen wir alles gebacken – egal, ob es ein Kuchen oder eine Online-Veranstaltung ist!

 

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